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Nach dem Großen Mobil 1 Preis von Deutschland waren Fans, Fahrer und Veranstalter sehr zufrieden. Hockenheim-Geschäftsführer Andreas Hornung nannte in unserem Interview interessante Details.
AM: Wie war das Echo der Fahrer auf die kürzere Streckenführung? Hornung: Eigentlich sehr positiv. Sie haben gemerkt, dass es jetzt viel mehr Möglichkeiten zum Überholen gibt, so viele, wie auf wenigen anderen Rennstrecken der Formel 1. Gut angekommen ist auch die neue Parabolika, die den Charakter von Hockenheim als Hochgeschwindigkeitsstrecke erhält. Ralf Schumacher sagt zu Beispiel: Hockenheim ist meine absolute
Lieblingsstrecke. Auch von Michael Schumacher und dem McLaren-Mercedes Team kam viel Lob.
AM: Und wie haben die Zuschauer reagiert? Hornung: Auch positiv. Einmal, weil die ganze Infrastruktur am Hockenheimring wesentlich verbessert worden ist, unter anderem mit rund 30.000 neuen Parkplätzen. Außerdem freuen sich die Fans, wenn die Formel 1 Boliden jetzt 67 statt früher 45 Mal vorbei kommt. Und: Durch die neuen Tribünen und die Streckenführung im Bereich der neuen Spitzkehre können die Zuschauer wesentlich
größere Teile der Piste einsehen.
AM: Was haben alle diese Änderungen gekostet? Hornung: Ungefähr 62 Millionen Euro.
AM: Aber Sie stützen sich in Zukunft nicht nur auf die Formel 1? Hornung: Der Umsatz, den die Formel 1 generiert, ist natürlich immens wichtig. Aber der Formel 1-Vertrag läuft bis zum Jahre 2008. Da wären wir schlecht beraten, wenn wir uns nicht noch ein paar andere Standbeine schaffen würden.
AM: Zum Beispiel? Hornung: Natürlich andere Motorsport-Disziplinen wie Motorradrennen oder die Deutsche Tourenwagen Masters, aber auch Inline Skating-Events oder Open Air-Konzerte. Immerhin sind schon Michael Jackson, die Rolling Stones und Tina Turner in Hockenheim aufgetreten. Außerdem bauen wir eines der größten Fahrsicherheitszentren in Deutschland, in dem sowohl Firmengruppen als auch Einzelpersonen besser und vor allem sicherer
fahren lernen können. Hinzu kommen Testfahrten der Auto- und Zubehörindustrie. Auch Touristen können bei uns ein paar schnelle Runden drehen. Was wann bei uns los ist, steht auf unserer Internetseite www.hockenheimring.de.
AM: Was bedeutet die Zusammenarbeit mit ExxonMobil für den Hockenheimring? Hornung: ExxonMobil ist für uns der Premium-Partner, mit dem wir seit Jahren eng verbunden sind. Neben dem rein plakativen Sponsoring an der Strecke - denken Sie nur an die große Mobil 1 Dose am Beginn der Boxengasse oder an die Mobil Kurve - gibt es auch noch diverse andere Aktivitäten wie zum Beispiel die Ticket-Aktion für die Formel 1 in den Esso
Stationen. Wir arbeiten eben sehr gut und eng zusammen.
AM: Letzte Frage: Fahren Sie auch selbst auf Ihrer Rennstrecke? Hornung: Ja, natürlich! Während der Bauphase gehörte das zu meinen angenehmsten Dienstpflichten. Aber auch sonst fahre ich hin und wieder 'mal eine flotte Runde in einem schnellen Auto, weil es mir einfach Spaß macht....
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