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Die Mobil 1 Technologie hat messbar zur Leistungsverbesserung der McLaren Mercedes Rennwagen beigetragen. Wir berichten über Tony Harlowe, Öl-Experte des Teams und technischer Motorport-Koordinator bei ExxonMobil.
Tony Harlowe liebt einfache Vergleiche: "Wenn der Motor das Herz eines Rennwagens ist, dann ist der Schmierstoff das Blut. Und ähnlich wie eine Blutuntersuchung beim Menschen sagen unsere Öl-Tests eine Menge aus über das, was im Motor und im Getriebe passiert. In unserem fahrbaren Labor können wir die schon die ersten Spuren drohender Probleme erkennen, lange bevor sie im laufenden Betrieb offenbar werden."
Ölproben werden den Mercedes Motoren ständig entnommen: bei Testfahrten, im Training, in den Pausen der Qualifikation und sogar noch während des Warm-Up. Harlowe: "Sollte sich eine Abnutzung andeuten, dann hinterlässt dies Metallspuren im Schmierstoff. Das stellen wir fest und können den Motoringenieuren entsprechende Tipps geben, ehe es zu größeren Schäden kommt, die nicht nur ein Rennen kosten können, sondern in aller Regel
auch sehr teuer werden."
Das Test-Equipment des promovierten Physikers kann nicht weniger als 16 verschiedene Metallsorten im Motorenöl nachweisen. Dabei werden auch winzige Spänchen in der Größenordnung von nur wenigen Tausendtstel Gramm registriert..
"In den sieben Jahren unserer Zusammenarbeit", so der Schmierstoff-Experte, "haben wir natürlich Erfahrungswerte gewonnen, die in jeder Situation sehr genaue Aussagen erlauben." Ein Beispiel: Nach einem freien Training und rund 250 gefahrenen Kilometer finden sich erfahrungsgemäß 8 - 12 ppm (parts per million) Eisen im Motorenöl, das sind etwa 8 - 12 Tausendstel Gramm. Wenn dann plötzlich 30 ppm festgestellt werden, stimmt etwas nicht.
Solch eine Situation ergab sich zum Beispiel nach dem Warm-Up zum Großen Preis von Spanien in Jerez 1997. Harlowes Computer warnte vor deutlichen Verschleiß-Erscheinungen in beiden fürs Rennen vorgesehenen Motoren. Beide wurden gewechselt, was sich prompt auszahlte: Die McLaren Mercedes feierten einen Doppelsieg.
McLaren-Chef Ron Dennis schätzt den Beitrag von Mobil 1 zur Verbesserung der Motorleistung auf 2,5 Prozent. Und wenn die Entwickler ihre Rennmotoren ständig optimieren, dann zieht dies häufig auch Veränderungen des Schmierstoffes nach sich.
Darüber hinaus sind die äußerst harten Einsatzbedingungen in der Formel 1 ein ideales Versuchsfeld für Produktverbesserungen. "Unsere Chemiker und Ingenieure haben die Möglichkeit, neue Ideen unter Bedingungen testen, die kein Labor simulieren kann", sagt Harlowe. Die auf der Rennstrecke gewonnenen Erkenntnisse finden sich dann bald auch in der Serienproduktion nieder. Das trisynthetische Mobil 1 ist ein Beispiel dafür.
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