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Neuer Schmierstoff: Mobil 1 SuperSyn
INDUSTRIESCHMIERSTOFFE

Interview mit Wolfgang Majdan, Leiter Autohaus- und Werkstattgeschäft der ESSO Deutschland GmbH
Erschienen in der Zeitschrift Autohaus, Ausgabe 10/2003

Autohaus: Herr Majdan, unter dem Merger ExxonMobil sind künftig zwei Marken vereint. Wie treten beide Marken auf?
Als im Jahr 2000 auch die Schmierstoffgeschäfte von Esso und Mobil in Deutschland unter dem Dach von ExxonMobil zusammengelegt wurden, gab es für uns von Anfang an nur einen Weg: Die Marken werden getrennt geführt, haben also ihren eigenen Auftritt, werden aber sowohl im Innen- als auch im Außendienst von jeweils nur einer Verkaufsmannschaft betreut. Wir wollten, dass unsere Mitarbeiter schnell ein einheitliches Verständnis über unsere Produkte und Marken entwickeln konnten. Deswegen haben wir umgehend das Konzept der Zwei-Marken-Strategie umgesetzt. Ich bin noch heute erfreut, wie problemlos das ging, und wie schnell sich unsere Mitarbeiter auf die neue Situation eingestellt haben.

AH: Welche Synergieeffekte konnten bzw. können damit realisiert werden?
Ich glaube nicht, dass wir in Zukunft noch weitere Synergieeffekte realisieren können. Wir hatten eine klare Vorstellung davon, wie wir das gemeinsame Autoschmierstoffgeschäft betreiben wollen, haben die Organisationsstrukturen entsprechend aufgebaut und so schnell es ging, in der Praxis realisiert. Die Ergebnisentwicklungen beweisen, dass unser Ansatz richtig ist. Einen wesentlichen Synergieeffekt haben wir durch die Zusammenlegung der Logistik erreicht. Für uns gilt als oberstes Gebot, beide Marken weiterhin gleichberechtigt nebeneinander bestehen zu lassen, damit den Autohäusern die Wahl bleibt.

AH: Was hat der Kunde davon?
Wir haben das Glück, über zwei hochwertige und etablierte Marken zu verfügen. Dennoch haben sie auf dem Schmierstoffsektor ein unterschiedliches Image und sprechen einen unterschiedlichen Kreis von Autofahrern an. Die Marke Esso wird von den Werkstattkunden bevorzugt, die sich auf ein wertvolles Produkt in guter Qualität verlassen wollen. Mobil steht für Hightech, synthetische Öltechnologie, Motorsport und hervorragende Belastbarkeit unter allen Fahrbedingungen.

AH: Nun ist das neue Mobil 1 mit SuperSyn auf den Markt gekommen. In welchen Bereichen konnte die 5. Generation von Mobil 1 aus technischer Sicht verbessert werden?
In allen. Das mag ein wenig marktschreierisch klingen, doch SuperSyn ist eine Eigenentwicklung von ExxonMobil, die ausschließlich Mobil Schmierstoffen vorbehalten ist. Dieses neue Additivpaket wirkt sich vor allem auf die Alterungsstabilität aus. Damit verbessert es Verschleißschutz, Motorensauberkeit, Leistungsfähigkeit - alles Eigenschaften, die im Laufe der langen Einsatzzeit eines Schmierstoffs abnehmen. Unser Mobil 1 mit SuperSyn ist als einziger Schmierstoff in der Viskositätslage 0W-40 von Opel für den Einsatz sowohl in deren neuen Benzin- als auch Dieselmotoren freigegeben. Ebenfalls kann es in allen PKW-Motoren von DaimlerChrysler eingesetzt werden und ist zudem rückwärts kompatibel. Das heißt, auch ältere Motoren können mit dem neuen Mobil 1 befüllt werden. Unser jüngstes Produkt ist sozusagen ein Allround-Genie, wenn man von den Besonderheiten bei VW absieht.

AH: Wie wird der neue Schmierstoff am Markt plaziert?
Unser vollsynthetischer Schmierstoff Mobil 1 ist seit über einem viertel Jahrhundert auf dem Markt, inzwischen sogar in der fünften Generation. So brauchen wir uns über seine Platzierung keine Gedanken zu machen: Er ist und bleibt unser nachfragestarkes Spitzenprodukt.

AH: Lassen sich in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten Hochpreisprodukte weiterhin problemlos an den Autofahrer bringen?
Qualität hat ihren Preis und es gibt wohl kaum ein Segment, in dem sich langfristig billig als preiswert erwiesen hat. Abgesehen davon verlangt die technische Motorenentwicklung in immer stärkerem Maße hochwertige Motorenschmierstoffe. Allein die Herstellungskosten liegen bei einem vollsynthetischen Produkt etwa um das Siebenfache höher als bei einem mineralischen Motorenöl. Ich bin überzeugt, dass einem Autofahrer, der die Vorzüge von Mobil 1 erfahren hat, der Preis angemessen erscheint, zumal er im Fahralltag meistens kompensiert wird.

AH: Welche Rolle spielen die Freigaben der Autoindustrie für Schmierstoffprodukte?
Fälschlicherweise werden Schmierstoffe oft als Zulieferer-Produkte kategorisiert. Für die Motorenerbauer sind sie Konstruktionselemente. Deshalb entwickeln wir unsere Produkte in enger Zusammenarbeit mit der Autoindustrie. Ihre Freigaben spielen demzufolge in unserem Haus eine ganz wichtige Rolle.

AH: Mobil 1 erfüllt die neuesten Normen des Volkswagen Konzern hinsichtlich der Verlängerung der Wartungsintervalle bei Pumpe-Düse-Motoren nicht. Wie lautet Ihre Empfehlung für die VW/Audi-Partner?
VW fordert bei ihren WIV-Ölen nach 503.00, 506.00, 506.01 HTHS zwischen 2,9 und 3,4 Milli-Pascal. Alle anderen Hersteller verlangen einen höheren Wert, wie beispielsweise auch Audi mit der Vorgabe 503.01, die von Mobil 1 erfüllt wird. Würden wir HTHS senken, wäre Mobil 1 nicht mehr Mobil 1, auf das beispielsweise Porsche sogar als Erstfüllöl vertraut. Ein Absenken von HTHS verlangt einen grundsätzlich anderen Aufbau des Motorenöls. Deswegen empfehlen wir VW-/Audipartnern Mobil SHC Formula LD, das über die drei genannten VW Freigaben für WIV-Öle verfügt.

AH: Was ist der Grund für fünf verschiedene Viskositätsstufen?
Mobil 1 ist ein weltweit verkaufter Schmierstoff. Deswegen wurde es seit jeher in verschiedenen Viskositätslagen produziert und angeboten. Das heißt aber nicht, dass jedes Land alle Produktvarianten einführt. Ganz im Gegenteil: Die in fast allen Ländern der Welt operierenden ExxonMobil Organisationen führen die für ihre Breitengrade und Märkte passenden Viskositäten ein.

AH: Mobil ist Technologiepartner von McLaren Mercedes, Esso von Toyota. Wer wird in diesem Jahr Weltmeister?
Nach den ersten Rennen in diesem Jahr haben die Silberpfeile gute Chancen Weltmeister zu werden. Aber es stehen noch etliche Grand Prix bevor, und im Sport gibt es viele Überraschungen. Natürlich drücken wir besonders unseren Technologiepartnern McLaren Mercedes und Toyota für eine erfolgreiche Saison die Daumen. Auch, wenn ich mir wünsche, dass beide Teams gerade beim Weltmeisterschaftslauf Großer Mobil 1 Preis von Deutschland hervorragende Ergebnisse einfahren, halte ich an dem Motto fest: Der Bessere möge siegen.

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